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  • AutorenbildSaskia Jakisch

Glas ist aus der modernen Architektur nicht mehr wegzudenken. Es erfüllt mit seinen vielfältigen Leistungseigenschaften nicht nur wichtige Funktionen in Gebäuden, es ist außerdem wichtig für die Tageslichtversorgung der Menschen, um physisch und psychisch gesund zu bleiben.

Doch für Vögel stellen diese Glasflächen immer wieder eine große Gefahr dar, da sie diese nicht als natürliches Hindernis wahrnehmen und oft ungebremst dagegen prallen. Zwei Glaseigenschaften werden den Vögeln zum Verhängnis: zum einen die Reflexion, was bedeutet, dass sie das Spiegelbild nicht von der Realität unterscheiden können. Und zum anderen die Transparenz, wenn Vögel versuchen, besonders attraktive Ziele hinter dem Glas zu erreichen.

Bauen mit Glas sollte daher nicht nur sicher für den Menschen sein, sondern auch für andere Lebewesen. Die Lösung ist relativ einfach und liegt darin, das Glas für Vögel sichtbar zu machen.


Mit Vogelschutzglas Vogelschlag reduzieren

„Mit Vogelschutzglas gelingt dies. Mit extra gekennzeichneten Gläsern können architektonisch moderne und ansprechende Gebäude geschaffen werden, die gleichzeitig der Vogelwelt einen besseren Schutz bieten“, so Jochen Grönegräs, Geschäftsführer vom Bundesverband Flachglas e.V. „Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sowohl transparente als auch klar sichtbare architektonische Raum- und Fassadenkonzepte ermöglichen und nachweislich den Vogelschlag reduzieren.“


Die einfachste Methode ist es, mit Mustern oder Bedruckungen auf dem Glas zu arbeiten, welche für Mensch und Tier klar erkenntlich sind. Eine weitere Möglichkeit sind UV-Signaturen auf dem Glas. Diese sind für das menschliche Auge kaum sichtbar, da die Reflexion dieser speziellen Beschichtung hauptsächlich im ultravioletten Bereich erkennbar ist. Jedoch können sie nicht von allen Vogelarten erkannt werden. Auch die Verwendung von speziellen Gläsern, wie Glassteinen oder Ornamentglas, haben sich bewährt, ebenso satiniertes Glas, beispielsweise bei Balkonverglasungen.


Was tun bei Neu- und Bestandsbauten?

Bei Neubauten sollte von Anfang an geprüft werden, ob die Verwendung von Vogelschutzglas sinnvoll ist. Denn eine spätere Nachrüstung der Gläser ist mit erheblichem Mehraufwand und -kosten verbunden.

Doch auch bei Bestandsbauten kann einiges nachgerüstet werden. So ist eine nachträgliche Anbringung von Folien möglich oder aber von Seil- oder Stahlnetzen. Eine gute Informationsbroschüre zu der Thematik gibt es von der Schweizerischen Vogelwarte mit dem Titel „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“




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